Gender Studies 2.0

Konzept der Pop-up-Ausstellung

Wie wir uns online selbst darstellen, hat sich mit dem Aufkommen von sozialen Medien auf dem Web 2.0 (z.B Facebook und MySpace) drastisch geändert. Textbasierte Kommunikation wurde zunehmend visuell – entsprechend hat sich auch unsere Selbstdarstellungen verändert.  

Hinsichtlich ethnischer und Gender-Identitäten beobachteten Herring und Kapidzic (2014), dass visuelle Selbstdarstellungen deutlich von der Bildsprache anderer Mainstream-Medien beeinflusst werden (z.B Blockbuster-Kino, Werbung, Magazine, TV, usw.). Weil sie oft Machtstrukturen bezüglich sozialem Status und Gender reproduzieren und verstärken, setzt ihre Internalisierung Standards, denen junge Menschen entsprechen müssen, wenn sie sich in die Gesellschaft einfügen wollen. Unsicherheitsgefühle sowie ein geringes Selbstwertgefühl stehen als ständige Auswirkungen und – bewusst oder unterbewusst – gleichen sie diese durch eine Imitation der stereotypischen binären Rollen der sexuell verfügbaren Frau und des emotional distanzierten Mann aus. Zusätzlich beobachteten Herring und Kapidzic wiederkehrend sichtbare selbst-sexualisierende und –objektifizierende Andeutungen. An den beiden Enden des Genderspektrum sowie inzwischen denen, erscheint die Zugehörigkeit zu bestimmten kulturellen und religiösen Gemeinschaften, unsere Beziehung zu Gender Stereotypen weiter zu komplizieren.

Als Antwort auf die Gefühle von Nicht-Konformität haben Künstler*innen und User begonnen, soziale Medien als Möglichkeit dieses Ausdrucks zu verwenden. Durch die Verwendung digitaler Werkzeuge fordern sie den Besitz ihres Bildes zurück und lassen dabei erfrischende Erzählungen über Identität, Gender und Sexualität in der westlichen Kulturlandschaft entstehen.

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