Molly Soda

SST-PG1

Molly Soda, Should I Send This?, Selfies und SMS, 2015. Courtesy of the artist.


Molly Soda wurde 1989 in San Juan, Puerto Rico, geboren. Nach einem Studium in ‘Photography and Imaging’ an der Tish School of Art, New York University, wurde sie zunehmend als Webcam-Performancekünstlerin auf sozialen Netzwerken wie Vine, Newhive, Instagram, YouTube, u. a. aktiv. Ihre Performances thematisieren Identitätsbildungsprozesse, zeitgenössischen Feminismus, Kultur sowie Perversion im digitalen Alter. Oft wird ihre direkte Umgebung – meist ihr Zimmer – zu einem theatralischen Setting, in welchem sie selbst eine teils ermächtige, teils verletzliche Protagonistin darstellt. Ihr Schaffen wurde 2015 bei zwei Galerie Einzelausstellungen (Comfort Zone und From My Bedroom to Yours) gezeigt.

Im Kontext eines oft auf bekennend feministische Frauen (Emma Watson, Jennifer Lawrence, usw.) gerichtet Revengeporn-Trends liess Molly Soda ihren eigenen nackten Körper auf Selfies aufblitzen. Langlebige kulturelle Bilder der weiblichen Sexualität verbinden diese noch stets mit Scham. Frauen, die öffentlich ihre eigene Sexualität bekunden, werden noch weitgehend entmenschlicht wahrgenommen. Mit Should I Send This? kompliziert Molly Soda diese Idee. Die Protagonistin dieser Performance ist nicht nur sexy, sondern auch menschlich und verletzlich: Begleitende SMS Nachrichten zeigen ihren Selbstzweifel und ihr geringes Selbstwertgefühl auf.

Jahr:  2015
Medium: Serien von Seflies und SMS

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